Geschichte des Leuchtturms Eckwarderhörne ,,Oberfeuer Preußeneck" als Wahrzeichen und Baudenkmal
Die Richtfeuerlinie zur Kennzeichnung des Fahrwassers in der Außenjade erhielt 1962 einen neuen Leuchtturm (,,Oberfeuer") auf dem Deich in Eckwarderhörne. Exakt 50 Jahre wies das rund 45 Meter hohe Oberfeuer Seefahrern aus aller Welt den Weg nach Wilhelmshaven. In der Seeschifffahrt kannte man diesen markanten Leuchtturm als ,,ISO W 3", der alle drei Sekunden blinkend 21 Seemeilen weit sichtbar war. Die Konstruktion geht als Prototyp der Leuchttürme auf Pläne des Dip.-Ing. Andreas Carstens in der Firma Metall- und Holzbau Bremerhaven zurück.
Wegen seines gediegenen Baustils auf schräg gestellten stählernen Stützen und seines ,,orts- und technikgeschichtlichen Zeugnis- und Schauwertes in seiner singulären Stahlkonstruktion und zeittypischen Eleganz und Leichtigkeit landschaftsbildprägend" durch Verfügung des Niedersächsischen Landesamtes für Denkmalpflege am 16. März 2012 in das Verzeichnis der Kulturdenkmäler eingetragen. Das Baudenkmal ist Teil eines Ensembles der Leuchtturmlandschaft in der norddeutschen Bucht.
Grundlage der Eintragung als Baudenkmal waren die Feststellungen und Ergebnisse der Besprechung vom 13. Oktober 2011 mit der Führng des Landesamtes für Denkmalpflege und der Erörterung im Lokaltermin vom 2. November 2011 mit allen Beteiligten.
Der Leuchtturm (Oberfeuer) wurde nach Fertigstellung des Tiefwasserhafens und Verlegung der Richtfeuerlinie auf das westliche Ufer des Jadefahrwassers zunächst nur hinsichtlich seiner tragenden Stahlpfähle und Querstäben in den Jahren 2013/14 durch die Stiftung als neue Eigentümerin grundsaniert .Wegen der erheblichen Korrosionsschäden an der Treppen- und Plattformkonstruktion wurde die Erneuerung der Treppe in ganzer Länge, die Überarbeitung der vorhandenen Plattform und der Einbau einer zusätzlichen Plattform auf der mittleren Ebene 2016/2017 durchgeführt.