Geschichte des Preußenecks
Das kleine Preußeneck heißt so, seitdem es NICHT wie der Rest der Butjadinger Halbinsel zum Großherzugtum Oldenburg gehörte. Heute ist der ganze Landstrich Teil der Gemeine Butjadingen in Niedersachsen. Aber das war nicht immer so...
Schon 1852 hatten Preußen und Oldenburg geheime Verhandlungen über Gebietsabtretungen im Bereich der Jademündung zur Gründung eines preußischen Kriegshavens aufgenommen.
Im Rahmen der Planungen zum Aufbau einer preußischen Kriegsmarine wurde am 20. Juli 1853 mit dem sogenannten ,,Jadevertrag" nach Geheimverhandlungen auf der Ostseite der Jade ein Gebiet von 2,24 ha aus der Gemarkung Eckwarden vom Großherzogtum Oldenburg an das Königreich Preußen abgetreten. Der Vertrag wurde durch Friedrich Wilhelm IV. König von Preußen und von Nikolaus Friedrich Peter, Großherzog von Oldenburg unterzeichnet; daher bei Unterzeichnung von Verträgen der volkstümliche Satz ,,er hat seinen Friedrich Wilhelm drunter gesetzt!".
Der Jadevertrag wurde erst im Januar 1854 veröffentlicht. Die preußische Exklave sollte dem militärischen Schutz des in Wilhelmshaven entstehenden Kriegshaven dienen, wovon Karten- und Bildmaterial Zeugnis ablegen.
Durch die Wandlungen der geschichlichen Entwicklungen hat der Ortsteil Eckwarderhörne immer wieder wechselnden Ämtern angehört. Aus Grundbüchern kann nachgewiesen werden, dass für die Gerichtsbarkeit zeitweise das Amtsgericht Willhelmshaven oder das ostfriesische Wittmund zuständig waren.